Eine Gegenüberstellung von
Katholizismus: Eucharistie + Bibel: Das Mahl des Herrn
Eine substantielle Verwandlung findet statt. Man könnte auch von Magie sprechen.
„Dies ist mein Leib“ weist auf die symbolische Bedeutung der Elemente hin. (Lk 22,19).
Ein Priester ist erforderlich, um das Ritual durchzuführen.
Christus ist der wahre Hohepriester, der sich selbst dargebracht hat
(Hebr. 7,26.27).
Alle Gläubigen sind Priester, die Gott anbeten dürfen und sollen
(Offb. 1,6).
Das Mahl ist kein Ritual, sondern ein Gedächtnis (Lk 22,19; 1Kor 11,25).
Ein tatsächliches, unblutiges Opfer für Sündenvergebung findet statt.
Wir gedenken des ein für allemal geschehen Opfer des Leibes Christi (Hebr. 10,10).
Ohne Blutvergießung gibt es keine Vergebung (Hebr. 9,22).
Sündenvergebung kann nicht durch menschliche Opferhandlungen erwirkt und erst recht nicht erkauft werden (Eph. 2,9).
Christi Tod wird wiederholt.
Wir „verkündigen“ Christi Tod (1Kor 11,26)
Die Hostie wird als Christus angebetet.
Wir beten Gott im Geist an (Joh 4,24), wenn wir an seine Gabe, Christus, und sein Werk von Golgatha denken.
Das Blut sei auch im Brot enthalten, daher bekommen die „Laien“ in der Regel nur das Brot.
Der Gläubige soll Brot und Wein als Zeichen für Leib und Blut Jesu nehmen (1Kor 11,28).
Viele einzelne Hostien, auch in den kleinsten Krumen sei der ganze Christus enthalten.
Ein einziger Brotlaib als Zeichen für die Einheit des Leibes Christi, der Gemeinde (1Kor 10,17).
Im Vordergrund stehen Wandlung, Opfer und Anbetung der Hostie.
Im Vordergrund steht Christus und sein vollbrachtes Werk, an das wir denken und dem wir unsere ganze Erlösung zu verdanken haben.
Charakter der Eucharistie: ein magisch-mystischer Ritual-Kult.
Charakter des biblischen Abendmahls: Ein Gedächtnis- und Gemeinschaftsmahl zur schlichten, demütigen Verehrung Gottes und geistigen Gemeinschaft.
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Jeder Katholik ist verpflichtet, die Lehre der Transsubstantion zu glauben, denn auf dem Konzil zu Trient wurde als Bannspruch unfehlbar festgelegt:
„Wer leugnet, dass im Sakrament der heiligsten Eucharistie wahrhaft, wirklich und wesentlich der Leib und das Blut zugleich mit der Seele und der Gottheit unseres Herrn Jesus Christus und folglich der ganze Christus enthalten ist, und behauptet, er sei in ihm nur wie im Zeichen, im Bild oder in der Wirksamkeit, der sei ausgeschlossen.“ [Konzil zu Trient, in Neuner-Roos: Der Glaube der Kirche, Nr. 577. Vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1374]
Auch in ihrem aktuellen Weltkatechismus lehrt die Kirche, Brot und Wein würden sich tatsächlich in Leib und Blut Christi verwandeln:
„Durch die Konsekration des Brotes und Weines geschieht eine Verwandlung der ganzen Substanz des Brotes in die Substanz des Leibes Christi, unseres Herrn, und der ganzen Substanz des Weines in die Substanz seines Blutes.
Diese Wandlung wurde von der heiligen katholischen Kirche treffend und im eigentlichen Sinne Wesensverwandlung (Transsubstantiation) genannt.“ [Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1376. Hervorhebungen und Klammern im Original.]
Weil die geweihte Hostie angeblich der „ganze Christus“ ist, wird ihr Anbetung entgegengebracht:
„Die katholische Kirche erweist der heiligen Eucharistie nicht nur während der heiligen Messe, sondern auch außerhalb der Messfeier den Kult der Anbetung, indem sie die konsekrierten Hostien mit größter Sorgfalt aufbewahrt, sie den Gläubigen zur feierlichen Verehrung aussetzt und sie in Prozession trägt.“ [Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1378]
Die römisch-katholische Kirche lehrt, die verwandelten Elemente der Eucharistie seien ein vom Priester dargebrachtes Opfer, das Genugtuung für Sünden sowohl von Lebenden als auch Verstorbenen leiste:
„Als Opfer wird die Eucharistie auch zur Vergebung der Sünden der Lebenden und der Toten dargebracht und um von Gott geistliche und zeitliche Wohltaten zu erlangen.“ [Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1414]
Die Zurechnung dieses Opfers lässt sich angeblich durch Geld erwerben, indem man als Katholik für einen Verstorben – der vermutlich im Fegefeuer ist – „die Messe lesen“ lässt und dafür Geld bezahlt (früher waren es fünf Mark für eine einfache Messe). Eine solche Wirkung wird der „Totenmesse“ zugeschrieben.