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Kalenderblatt 3. April: Joseph der Hymnenschreiber

Kalenderblatt 3. April: Joseph der Hymnenschreiber
" Hymnenschreiber" – der Beiname klingt nach einem Stubenhocker. Tatsächlich ist Joseph (um 816-886) eher den Reisenden unter den Heiligen zuzuordnen. Sein Lebenslauf liest sich wie ein Abenteuerroman: Der Sohn christlicher Eltern wurde um 816 auf Sizilien (heutiges Italien) geboren. Nach der muslimischen Eroberung der Insel floh die Familie nach Griechenland, wo Joseph zum Priester geweiht wurde. Gemeinsam mit seinem Freund Gregor von Dekapolis ging er nach Konstantinopel (heutiges Istanbul in der Türkei), um gegen das Verbot der Ikonenverehrung durch Kaiser Leo V. zu kämpfen. Joseph war gerade auf dem Weg nach Rom, um sich die Unterstützung des Papstes zu sichern, als er von Piraten überfallen und nach Kreta verschleppt wurde. Hier begann er an den Hymnen zu arbeiten, die später seinen Beinamen begründen sollten. 843 konnte er nach Konstantinopel zurückkehren, wurde jedoch später aus politischen Gründen verbannt. Erst Kaiser Basileus I. ließ Joseph 867 wieder zurückholen. Er starb am 3. April 886. Die orthodoxe Kirche singt bis heute Josephs Hymnen.

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Klavierspielerin2 03.04.2025 09:09
Lesung (Ex 32,7-14)
Herr, lass dich das Unheil reuen, das du deinem Volk antun wolltest!


In jenen Tagen
   sprach der HERR zu Mose:
Geh, steig hinunter,
denn dein Volk,
   das du aus dem Land Ägypten heraufgeführt hast,
   läuft ins Verderben.
Schnell sind sie von dem Weg abgewichen,
   den ich ihnen vorgeschrieben habe.
Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht,
   sich vor ihm niedergeworfen
   und ihm Opfer geschlachtet,
wobei sie sagten: Das sind deine Götter, Israel,
   die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben.

Weiter sprach der HERR zu Mose:
   Ich habe dieses Volk gesehen
und siehe, es ist ein hartnäckiges Volk.
Jetzt lass mich, damit mein Zorn gegen sie entbrennt
   und sie verzehrt!
Dich aber will ich zu einem großen Volk machen.

Mose aber besänftigte den HERRN, seinen Gott,
   indem er sagte:
   Wozu, HERR, soll dein Zorn gegen dein Volk entbrennen,
   das du mit großer Macht und starker Hand
   aus dem Land Ägypten herausgeführt hast?
Wozu sollen die Ägypter sagen können:
   In böser Absicht hat er sie herausgeführt,
   um sie im Gebirge umzubringen
   und sie vom Erdboden verschwinden zu lassen?

Lass ab von deinem glühenden Zorn
und lass dich das Unheil reuen,
   das du deinem Volk antun wolltest!
Denk an deine Knechte,
an Abraham, Ísaak und Israel,
denen du selbst geschworen
   und gesagt hast:
   Ich will eure Nachkommen zahlreich machen
   wie die Sterne am Himmel,
und: Dieses ganze Land, von dem ich gesprochen habe,
   will ich euren Nachkommen geben
und sie sollen es für immer besitzen.

Da ließ sich der HERR das Unheil reuen,
   das er seinem Volk angedroht hatte.


Evangelium (Joh 5,31-47)
Mose klagt euch an, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt

In jener Zeit sprach Jesus zu den Juden:
Wenn ich über mich selbst Zeugnis ablege,
   ist mein Zeugnis nicht wahr;
ein anderer ist es, der über mich Zeugnis ablegt,
und ich weiß:
   Das Zeugnis, das er über mich ablegt, ist wahr.

Ihr habt zu Johannes geschickt
und er hat für die Wahrheit Zeugnis abgelegt.
Ich aber nehme von keinem Menschen ein Zeugnis an,
   sondern ich sage dies nur, damit ihr gerettet werdet.
Jener war die Lampe, die brennt und leuchtet,
   doch ihr wolltet euch nur eine Zeit lang
   an ihrem Licht erfreuen.

Ich aber habe ein gewichtigeres Zeugnis als das des Johannes:
Die Werke,
   die mein Vater mir übertragen hat, damit ich sie zu Ende führe,
diese Werke, die ich vollbringe,
   legen Zeugnis dafür ab, dass mich der Vater gesandt hat.

Auch der Vater selbst, der mich gesandt hat,
   hat über mich Zeugnis abgelegt.
Ihr habt weder seine Stimme je gehört
   noch seine Gestalt gesehen
und auch sein Wort bleibt nicht in euch,
   weil ihr dem nicht glaubt, den er gesandt hat.

Ihr erforscht die Schriften,
   weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben;
gerade sie legen Zeugnis über mich ab.
Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen,
   um das Leben zu haben.

Ehre von Menschen nehme ich nicht an.
Ich habe euch jedoch erkannt,
   dass ihr die Liebe zu Gott nicht in euch habt.
Ich bin im Namen meines Vaters gekommen
   und ihr nehmt mich nicht an.
Wenn aber ein anderer in seinem eigenen Namen kommt,
   dann werdet ihr ihn annehmen.
Wie könnt ihr zum Glauben kommen,
   wenn ihr eure Ehre voneinander annehmt,
   nicht aber die Ehre sucht, die von dem einen Gott kommt?

Denkt nicht, dass ich euch beim Vater anklagen werde;
Mose klagt euch an, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.
Wenn ihr Mose glauben würdet,
   müsstet ihr auch mir glauben;
denn über mich hat er geschrieben.
Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubt,
   wie könnt ihr dann meinen Worten glauben?
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