
Was treibt uns an?
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01.04.2025 10:31
Was treibt uns an?
01.04.2025 10:31
Was treibt uns an?

Die Krankenschwester führt den übermüdeten Marinesoldaten ans Krankenbett.
„Dein Sohn ist hier“, sagte sie zu dem alten Mann.
Sie musste die Worte mehrmals wiederholen, bevor sich die Augen des Patienten öffneten.
Schwer sediert wegen der Schmerzfolgen seines Herzinfarkts sah er mit schwachen Augen den jungen uniformierte Marinesoldaten vor dem Sauerstoffzelt stehen. Er streckte seine Hand aus. Der Marinesoldat umschlang mit seinen schwieligen Händen die schlaffe Hand des alten Mannes und signalisierte damit eine Botschaft der Liebe und Ermutigung.
Die Schwester brachte einen Stuhl, damit der junge Soldat neben dem Bett sitzen konnte. Die ganze Nacht hindurch saß der junge Mann in der schwach beleuchteten Intensivstation, hielt die Hand des alten Mannes sagte ihm Worte der Liebe und Ermutigung.
Einige Male schlug die Schwester dem jungen Soldaten vor, er solle sich ausruhen.
Er lehnte ab. Wann immer die Krankenschwester ihn fragte, weigerte er sich, seinen Platz mit Geräuschen der Intensivstation, den Rhythmus des Sauerstoffgeräts, dem Lachen der Nachtpersonals, den Begrüßungen, Schreien und Stöhnen anderer Patienten zu verlassen.
Hin und wieder hörte sie ihn ein paar sanfte Worte sagen. Der Sterbende sagte nichts, hatte nur die ganze Nacht unentwegt die Hand seines Sohnes gehalten.
Im Morgengrauen starb der alte Mann. Der Soldat ließ die jetzt leblose Hand los, die er bis zuletzt gehalten hatte und ging, um die Krankenschwester zu informieren.
Während sie tat, was sie tun musste, wartete er.
Als sie schließlich zurückkehrte, wollte sie ihm ihre Anteilnahme ausdrücken. Aber der Soldat unterbrach sie.
„Wer war der Mann?“ fragte er.
Die Krankenschwester war erschrocken.„Er war Ihr Vater“, antwortete sie.
„Nein, das war er nicht“, erwiderte der Soldat. „Ich habe ihn noch nie gesehen.“
„Warum haben Sie dann nicht etwas gesagt, als ich Sie zu ihm brachte?“
„Ich wusste, dass es ein Versehen gewesen sein musste, aber ich wusste auch, dass er seinen Sohn brauchte, und sein Sohn war nicht hier. Als ich merkte, dass er zu schwach war, um zu fragen, ob ich sein Sohn sei oder nicht, da ich wusste, wie sehr er mich brauchte. Darum blieb ich“
Das nächste Mal, wenn dich jemand braucht, sei da. Bleib.
Kommentare
Tschoo 01.04.2025 10:44

paloma 01.04.2025 11:32
Eine sehr berührende Geschichte.Kein Mensch sollte allein sterben müssen...einer sollte an die Schwelle begleiten.Manchmal ist es ein Engel. 🕯️🪔🕯️
firefly 01.04.2025 11:49
Meine junge Nachbarin braucht mich ständig.
Bzw, würde mich ständig brauchen wenn ich mich nicht klar abgrenzen würde.
Inzwischen schleiche ich schon durchs Treppenhaus damit sie mich nicht erwischt und mir ihr Leid klagt. 🥴
Sie ist alleinerziehende Mutter von 2 kleinen Kindern.
Vater.... Nullpräsenz!
Ich verstehe sie total und bei jeder meiner Zurückweisungen fühle ich Schuld, manchmal auch Wut.
Ich arbeite dreiviertel in 24 Stunden Schichten als Assistenz für einen behinderten Mann.
Ich pflege meine Mutter im Wechsel mit meinem Bruder.
Habe 2 berufstätige Töchter mit kleinen Kindern. Enkel die mich auch brauchen.
Versteht ihr was ich meine?
Was erwartet Jesus von uns, von mir?
Ab wann darf ich auch mal Nein sagen und selbst 'brauchen', bzw einfach nur selbst Kraft tanken?
Was ist das Maß das Christus von mir erwartet?
Bestimmt kennt ihr auch solche Situationen im Leben!?
Wie geht ihr damit um?
Ich mache die Erfahrung dass es sehr sehr oft Situationen gibt wo das 'Da bleiben' nötig wäre.
Die sozialen 'Netze' unserer Gesellschaft sind äußerst löchrig geworden.
Bzw, würde mich ständig brauchen wenn ich mich nicht klar abgrenzen würde.
Inzwischen schleiche ich schon durchs Treppenhaus damit sie mich nicht erwischt und mir ihr Leid klagt. 🥴
Sie ist alleinerziehende Mutter von 2 kleinen Kindern.
Vater.... Nullpräsenz!
Ich verstehe sie total und bei jeder meiner Zurückweisungen fühle ich Schuld, manchmal auch Wut.
Ich arbeite dreiviertel in 24 Stunden Schichten als Assistenz für einen behinderten Mann.
Ich pflege meine Mutter im Wechsel mit meinem Bruder.
Habe 2 berufstätige Töchter mit kleinen Kindern. Enkel die mich auch brauchen.
Versteht ihr was ich meine?
Was erwartet Jesus von uns, von mir?
Ab wann darf ich auch mal Nein sagen und selbst 'brauchen', bzw einfach nur selbst Kraft tanken?
Was ist das Maß das Christus von mir erwartet?
Bestimmt kennt ihr auch solche Situationen im Leben!?
Wie geht ihr damit um?
Ich mache die Erfahrung dass es sehr sehr oft Situationen gibt wo das 'Da bleiben' nötig wäre.
Die sozialen 'Netze' unserer Gesellschaft sind äußerst löchrig geworden.
Herbstprince 01.04.2025 12:24
Oh firefly, da hast Du ein Thema angeschnitten.
Was kann man machen, was muss man machen, wem darf/soll/muss man helfen und wo muss man sich selbst schützen.
Wer braucht einen am dringendsten - womit verdient man seinen Lebensunterhalt - wo muss man sich sozial engagieren - und wo bleibt man selbst auf der Strecke.
Ich habe z.B. eine Betreute, die, -zwar ein Jahr jünger als ich- späte Demenz hat und vollkommen orientierungslos ist. Nach einem Augeninfarkt muss sie in der Augenklinik nachbehandelt werden. Sie und ihr Mann haben keinen PKW, sind auf Sozialhilfeniveau und haben durch ihren Umzug keine Bekannten oder Freunde in der Nähe. Wegen des alten Hundes, der nicht allein bleiben kann, kann der Ehemann sie nicht begleiten
Es ist nicht meine Aufgabe diese Dame in die 20 km entfernte Augenklinik und wieder nach Haus zu fahren und die Wartestunden in der Klinik mitzumachen.
Aber es gibt niemanden - keiner ist zuständig, soziales Netzwerk existiert nicht, Pflegedienste können es nicht leisten, Freunde gibt es nicht.
Also mache ich es und frage mich manchmal, ob der alte Hund einen höheren Stellenwert hat als ich.
Nein, es ist nicht meine Aufgabe und ich bekomme es nicht vergütet. Aber ich kann nicht verantworten, dass das Auge der Dame ohne Behandlung dann abstirbt.
Was kann man machen, was muss man machen, wem darf/soll/muss man helfen und wo muss man sich selbst schützen.
Wer braucht einen am dringendsten - womit verdient man seinen Lebensunterhalt - wo muss man sich sozial engagieren - und wo bleibt man selbst auf der Strecke.
Ich habe z.B. eine Betreute, die, -zwar ein Jahr jünger als ich- späte Demenz hat und vollkommen orientierungslos ist. Nach einem Augeninfarkt muss sie in der Augenklinik nachbehandelt werden. Sie und ihr Mann haben keinen PKW, sind auf Sozialhilfeniveau und haben durch ihren Umzug keine Bekannten oder Freunde in der Nähe. Wegen des alten Hundes, der nicht allein bleiben kann, kann der Ehemann sie nicht begleiten
Es ist nicht meine Aufgabe diese Dame in die 20 km entfernte Augenklinik und wieder nach Haus zu fahren und die Wartestunden in der Klinik mitzumachen.
Aber es gibt niemanden - keiner ist zuständig, soziales Netzwerk existiert nicht, Pflegedienste können es nicht leisten, Freunde gibt es nicht.
Also mache ich es und frage mich manchmal, ob der alte Hund einen höheren Stellenwert hat als ich.
Nein, es ist nicht meine Aufgabe und ich bekomme es nicht vergütet. Aber ich kann nicht verantworten, dass das Auge der Dame ohne Behandlung dann abstirbt.
paloma 01.04.2025 12:33
Ja,die Not ist so groß u die Helfer wenig...u ich selber sowieso begrenzt.
12.28 Perlentals Vorschlag finde ich gut,denn wenn sie besser integriert ist u auch aus dem Glauben Kraft schöpfen kann,geht's vllt bergauf.Dazu hat sie mehrere Ansprechpartner.
12.28 Perlentals Vorschlag finde ich gut,denn wenn sie besser integriert ist u auch aus dem Glauben Kraft schöpfen kann,geht's vllt bergauf.Dazu hat sie mehrere Ansprechpartner.
paloma 01.04.2025 12:37
Firefly,vllt solltest du ihr sagen,dass du nur begrenzt zur Verfügung stehst,weil du bereits viele Verpflichtungen hast.
Ob es einen Müttertreff,Krabbelgr.etc in eurer Umgebung gibt?
Ob es einen Müttertreff,Krabbelgr.etc in eurer Umgebung gibt?
Arina 01.04.2025 12:48
@12:37, ich finde Palomas Vorschlag gut und vor allem ehrlich. Mit Vorsicht ist keinem geholfen. Firefly, du versteckst dich und deine Nachbarin weiß letztlich auch nicht woran sie ist.
paloma 01.04.2025 13:12
Herbstprince,so viel ich weiß,kann man Taxifahrten zum Arzt bei der Krankenkasse beantragen,wenn es nicht alleine geht.
firefly 01.04.2025 13:16
Danke für Eure guten Ratschläge, Eure Anteilnahme!
Und, Danke@Herbstprince dass du deine Erfahrung dazu mit uns teilst!
Welch kostbares Opfer du da bringst!
Ich habe meiner Nachbarin all das schon gesagt. Sie weiß dass ich viel um die Ohren habe.
Es ist auch schon viel besser geworden, verglichen mit anfangs als sie hier einzog.
Dennoch hat sie es noch nicht geschafft sich genug Hilfe anderweitig zu finden.
Gemeinde.... ja , das wäre ein wichtiger, guter Schritt!
Nur, vom Glauben an Jesus hält sie nicht viel.
Und, Danke@Herbstprince dass du deine Erfahrung dazu mit uns teilst!
Welch kostbares Opfer du da bringst!
Ich habe meiner Nachbarin all das schon gesagt. Sie weiß dass ich viel um die Ohren habe.
Es ist auch schon viel besser geworden, verglichen mit anfangs als sie hier einzog.
Dennoch hat sie es noch nicht geschafft sich genug Hilfe anderweitig zu finden.
Gemeinde.... ja , das wäre ein wichtiger, guter Schritt!
Nur, vom Glauben an Jesus hält sie nicht viel.
Herbstprince 01.04.2025 13:16
Krankenkasse übernimmt Fahrtkosten ? Ja, ab einem bestimmtem Pflegegrad ist das kein Problem - aber hier war das bislang noch nicht möglich.
Herbstprince 01.04.2025 13:22
Wenn es nicht zu viele sind, kann man sich schon mal mehr engagieren - auch wenn ein Dankeschön kommt.
Andererseits kenne ich auch Fälle oder wurden mir berichtet, in denen Menschen sich tatsächlich rührend um Nachbarn gekümmert haben, das Treppenhaus gereinigt, mal die Kinder gehütet, oder die Personen zum Einkaufen, Arzt gefahren haben.
Wenn es dann zur Selbstverständlichkeit wurde, kein "Dankeschön" kam und die netten Helfer sich etwas zurückgezogen haben, waren sie auf einmal "die Bösen".
Andererseits kenne ich auch Fälle oder wurden mir berichtet, in denen Menschen sich tatsächlich rührend um Nachbarn gekümmert haben, das Treppenhaus gereinigt, mal die Kinder gehütet, oder die Personen zum Einkaufen, Arzt gefahren haben.
Wenn es dann zur Selbstverständlichkeit wurde, kein "Dankeschön" kam und die netten Helfer sich etwas zurückgezogen haben, waren sie auf einmal "die Bösen".
Tamicha 01.04.2025 14:06
Taxifahrer zum Arzt gibt es nur bei Krebs znd Dialyse...Vielleicht gibt es nich Diagnosen.
Bei KH Aufenthalten bekommt jeder ein Taxi,der mindestens eine Nacht stationär ist..
Bei KH Aufenthalten bekommt jeder ein Taxi,der mindestens eine Nacht stationär ist..
Herbstprince 01.04.2025 15:25

Danke für Eure Beiträge.
Bevor wir hier Krankenkassen-Leistungen diskutieren noch ein Spruch zum Thema passend.
Natural 01.04.2025 16:28
Helfen ja ,aber absolut in Freiheit ! Wir Christen sind auch nur Menschen und kein von Satan geschaffenes Sozialamt . Und wenn man den sozialhaushalt Deutschlands sieht und man hört obiges , dann stimmt in diesem Land eigentlich garnichts aaaaber kostet ! Aber Sozialisten /Antichristen werden gewählt !🤡
Helfen ja als guter Christ als guter Mensch auch als böser Mensch aber immer in Freiheit . Die einen machen es für die Seele , die anderen für eine gute Tat gemacht zu haben , die anderen um Schätze im Himmel zu haben , manche auch damit sie ein Lächeln empfangen usw .Das sind die kleinen Dinge die wirklich schön sein können .
Helfen ja als guter Christ als guter Mensch auch als böser Mensch aber immer in Freiheit . Die einen machen es für die Seele , die anderen für eine gute Tat gemacht zu haben , die anderen um Schätze im Himmel zu haben , manche auch damit sie ein Lächeln empfangen usw .Das sind die kleinen Dinge die wirklich schön sein können .