Kardinal Parolin: Ursprüngliche Werte Europas werden vergessen
28.03.2025 15:37
Kardinal Parolin: Ursprüngliche Werte Europas werden vergessen
28.03.2025 15:37
Kardinal Parolin: Ursprüngliche Werte Europas werden vergessen
Aufrichtigen Dialog mit allen politischen Kräften führen
Vatikanstadt ‐ In Nemi bei Rom tagen diese Woche Bischöfe aus den Ländern der EU. Kardinalstaatssekretär Parolin forderte sie nun auf, die Politik an Europas christliche Wurzeln zu erinnern – denn die gerieten derzeit in Vergessenheit.
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hat sich kritisch zum inneren Zustand der EU geäußert. Bei der Vollversammlung des Rats der EU-Bischofskonferenzen (Comece) in Nemi bei Rom beklagte er laut einem Bericht von Vatican News (Donnerstag), "dass selbst bei christlich geprägten Politikern das Bewusstsein für die Werte, aus denen die Europäischen Gemeinschaften entstanden sind, abnimmt".
Angesichts der Vielfalt von Parteien und politischen Strömungen im derzeitigen EU-Parlament nach den Europawahlen vom vergangenen Jahr bemerkte Parolin, die Bischöfe sollten "einen offenen und aufrichtigen Dialog mit allen politischen Kräften führen". In der Migrationspolitik forderte er die Bischöfe auf, "im Dialog mit den Institutionen der Union dafür zu sorgen, dass wir Migranten nicht nur als Zahlen betrachten, sondern als Menschen mit ihrer eigenen Geschichte, ihren Dramen und Erwartungen".
"Mehr Bewusstsein für Europas Verantwortung"
Der Chefdiplomat von Papst Franziskus ging auch auf die aktuellen Verwerfungen zwischen den USA und ihren europäischen Verbündeten ein und bemerkte: "Der außenpolitische Ansatz der neuen US-Regierung stellt die atlantischen Beziehungen in Frage, die seit 1945 entwickelt wurden." Er hoffe in dieser Situation auf "ein größeres kollektives Bewusstsein für die Rolle und die Verantwortung Europas in der Welt, ohne einer defensiven und reinen Aufrüstungslogik nachzugeben".
Sich um das Wohl des eigenen Landes und Europas zu kümmern, entbinde europäische Politiker nicht davon, "an das Wohl der gesamten Menschheit zu denken", mahnte Parolin. Die humanitäre Hilfe und die Entwicklung der ärmsten Länder, die Achtung der Menschenrechte und der Schutz der Umwelt dürften nicht vernachlässigt werden. (KNA)
Vatikanstadt ‐ In Nemi bei Rom tagen diese Woche Bischöfe aus den Ländern der EU. Kardinalstaatssekretär Parolin forderte sie nun auf, die Politik an Europas christliche Wurzeln zu erinnern – denn die gerieten derzeit in Vergessenheit.
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hat sich kritisch zum inneren Zustand der EU geäußert. Bei der Vollversammlung des Rats der EU-Bischofskonferenzen (Comece) in Nemi bei Rom beklagte er laut einem Bericht von Vatican News (Donnerstag), "dass selbst bei christlich geprägten Politikern das Bewusstsein für die Werte, aus denen die Europäischen Gemeinschaften entstanden sind, abnimmt".
Angesichts der Vielfalt von Parteien und politischen Strömungen im derzeitigen EU-Parlament nach den Europawahlen vom vergangenen Jahr bemerkte Parolin, die Bischöfe sollten "einen offenen und aufrichtigen Dialog mit allen politischen Kräften führen". In der Migrationspolitik forderte er die Bischöfe auf, "im Dialog mit den Institutionen der Union dafür zu sorgen, dass wir Migranten nicht nur als Zahlen betrachten, sondern als Menschen mit ihrer eigenen Geschichte, ihren Dramen und Erwartungen".
"Mehr Bewusstsein für Europas Verantwortung"
Der Chefdiplomat von Papst Franziskus ging auch auf die aktuellen Verwerfungen zwischen den USA und ihren europäischen Verbündeten ein und bemerkte: "Der außenpolitische Ansatz der neuen US-Regierung stellt die atlantischen Beziehungen in Frage, die seit 1945 entwickelt wurden." Er hoffe in dieser Situation auf "ein größeres kollektives Bewusstsein für die Rolle und die Verantwortung Europas in der Welt, ohne einer defensiven und reinen Aufrüstungslogik nachzugeben".
Sich um das Wohl des eigenen Landes und Europas zu kümmern, entbinde europäische Politiker nicht davon, "an das Wohl der gesamten Menschheit zu denken", mahnte Parolin. Die humanitäre Hilfe und die Entwicklung der ärmsten Länder, die Achtung der Menschenrechte und der Schutz der Umwelt dürften nicht vernachlässigt werden. (KNA)
Kommentare
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hansfeuerstein 28.03.2025 16:54
Die ursprünglichen Werte Europas wird man aber auch nicht schützen, indem man Jahr für Jahr Mio. von muslimischen Migranten aus den Radikalislamischsten Gesellschaften dieser Erde in Europa aufnimmt.
hansfeuerstein 28.03.2025 16:56
Mit am Besten scheint es einem Mann wie Orban zu gelingen, sein Land stabil auf Kurs zu halten, aber den wollen ja die anderen gerne umdrehen...
Klavierspielerin2 28.03.2025 17:16
Wenn, wie hier im Forum, applaudiert wird, wenn die Zahlen der Kirchenmitglieder sinken, braucht man sich nicht wundern, wenn sich " was anderes" breit macht!
hansfeuerstein 28.03.2025 17:18
Es ist schon auch so, dass sich Leute wie Parolin fragen müssen, was genau haben sie getan und gleistet um den Glauben in Europa zu stärken und zu mehren.
hansfeuerstein 28.03.2025 17:27
Nein, ich stelle sie mir oft innerlich. Das Eintreten für das Eigene scheint auf Sparflamme....
Klavierspielerin2 28.03.2025 17:27
Als ob ein Kardinal nur mit dem Finger schnippen müsste und " Zack" sind alle Christen 😄
Interessante Denkanstöße finde ich hier gut dargelegt, gibt auch ein Buch dazu.
" Zeitgeist oder Geist der Zeit"
https://www.horeb.org/programm/predigtreihe-zu-zeitgeist-oder-geist-der-zeit/
Interessante Denkanstöße finde ich hier gut dargelegt, gibt auch ein Buch dazu.
" Zeitgeist oder Geist der Zeit"
https://www.horeb.org/programm/predigtreihe-zu-zeitgeist-oder-geist-der-zeit/
hansfeuerstein 28.03.2025 17:32
Leute wie Parolin hängen vor allem an einer politischen Agenda, das ist wohl schon nicht ganz der richtige Akzent, meiner Ansicht nach.
Klavierspielerin2 28.03.2025 17:54
Ich denke, es grassiert insbesondere in den deutschsprachigen Ländern eine allgemeine Gott- Vergessenheit und auch Unwissenheit der Bevölkerung.
Bei uns in Freiburg starten wieder Glaubenskurse, die gut besucht sind, während in meinem jetzigen Wohnort kein Interesse daran besteht.
Radio Horeb ist da ein echter Lichtblick.
Bin gespannt, wie unser HERR einschreiten wird, zumindest in Frankreich verzeichnet man eine regelrechte Erwachsenen - Taufwelle und in Wien sind würden vergangenes Jahr hunderte Perser getauft.
Vielleicht kommt ja auch noch so ein Aufschwung in D sonst: " glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht"
Bei uns in Freiburg starten wieder Glaubenskurse, die gut besucht sind, während in meinem jetzigen Wohnort kein Interesse daran besteht.
Radio Horeb ist da ein echter Lichtblick.
Bin gespannt, wie unser HERR einschreiten wird, zumindest in Frankreich verzeichnet man eine regelrechte Erwachsenen - Taufwelle und in Wien sind würden vergangenes Jahr hunderte Perser getauft.
Vielleicht kommt ja auch noch so ein Aufschwung in D sonst: " glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht"
Klavierspielerin2 28.03.2025 18:15
... vielleicht muss Europa nun Buße für die blutige Vergangenheit ableisten.
done 29.03.2025 20:43
alles ist ein auf und ab im leben, der übermut bringt krieg, der krieg demut, demut frieden